Sonntag, 8. Februar 2026

Gedenkveranstaltung an die Familie Schleifstein zum Jahrestag der Reichsprogromnacht (09.11.2025)


 

Am 09.11 haben wir zusammen mit dem Zweieck Verein eine Veranstaltung zum Gedenktag der Novemberpogrome gehalten. Dabei haben wir uns mit den Biografien der drei Mitglieder der Familie Schleifstein — die Brüder Max und Josef sowie die Mutter Marie — auseinandergesetzt. 


Sie lebten von Beginn der 1920er Jahre bis zu ihrer Abschiebung durch die Nazis 1935 & -39 in der Zweinaundorferstr. in Anger-Crottendorf, Leipzig, wo sie ein Textilgeschäft betrieben. Als jüdische Kommunisten polnischer Herkunft, die aktiven Widerstand in der KPD leisteten, wurden sie Ziel der Repressionen des deutschen Faschismus.

 


Den Großteil der Vorstellung wurde dem einzigen überlebenden der Familie gewidmet, Josef, der sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs und seiner Rückkehr aus dem Exil in Ost- und West Deutschland der politischen Bildung widmete und sich als Akademiker profilierter.

 

Wir haben über sein Leben und Werk gelernt, und uns über seine Bedeutung als marxistischer Theoretiker und Philosoph der Nachkriegszeit ausgetauscht. Dazu empfehlen wir auch die Sonderausgabe der Zeitschrift Marxistische Erneuerungen zu seinen Leben und Werk, die in Gedenken an ihn nach seinem Tod veröffentlicht wurde und welche wir auch als Quelle für unsere Präsentation benutzt haben. 

https://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de/de/article/480.reale-geschichte-als-lehrmeister-josef-schleifstein-1915-1992.html 

 

Unsere Veranstaltung endete mit einer kleinen Gedenkaktion an den Stolpersteinen der Schleifsteins, bei der wir Rosen niederlegten und eine Schweigeminute hielten.

 

Wir bedanken uns an alle Teilnehmenden für die guten Gespräche und das schöne Gedenken. 

 


 Unser Gedenken an die Familie Schleifstein wollen wir auch stärker in unseren Vereinen sichtbar machen, und beabsichtigen in näherer Zukunft ihre Bilder und Biografien in unseren Räumlichkeiten aufzuhängen und die Präsentation als Brochure auszudrucken. 

Wir laden auch herzlichst Zeitzeugen von Josef Schleifstein, sowie Interessierte mit historischen Kenntnissen zu den Schleifsteins und der Nachbarschaft Anger-Crottendorf ein um unsere Vorhaben zu unterstützen.